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Neue geriatrische Rehabilitationsklinik als wichtiger Baustein der Gesundheitsversorgung im Ortenaukreis

Ettenheim, 29. Juli 2026 – Die geriatrische Rehabilitationsklinik des Paul-Gerhardt-Werks in Ettenheim stand im Mittelpunkt des Besuchs von Diakonie Deutschland-Präsident Rüdiger Schuch, Vorständin der Diakonie Baden Beatrix Vogt-Wuchter, Landrat Thorsten Erny und Bürgermeister der Stadt Ettenheim Bruno Metz. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Trägers sowie den jeweiligen Teams informierte sich die Gruppe über die Arbeit der erst im Frühjahr eröffneten Einrichtung und die Herausforderungen, vor denen die medizinische Rehabilitation und Pflege derzeit stehen. 

Mit der neuen geriatrischen Rehabilitationsklinik hat das Paul-Gerhardt-Werk einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung älterer Menschen in der Region geschaffen und zeigt ein positives Beispiel einer modernen Einrichtung im Ortenaukreis. Die moderne Einrichtung verfügt über 60 Rehabilitationsplätze und beschäftigt 77 Mitarbeitende aus Medizin, Therapie, Pflege und Verwaltung. Ziel der geriatrischen Rehabilitation ist es, älteren Patientinnen und Patienten nach Erkrankungen, Operationen oder Krankenhausaufenthalten dabei zu helfen, ihre Selbstständigkeit und Lebensqualität möglichst weitgehend zurückzugewinnen. 

Während dem gemeinsamen Rundgang durch die Klinik informierte sich Diakonie Präsident Schuch über die Arbeit der Mitarbeitenden sowie die Versorgung der Patientinnen und Patienten. Dabei wurde deutlich, welchen Stellenwert die neue geriatrische Rehabilitationsklinik des Paul-Gerhardt-Werks für die regionale Gesundheitsversorgung einnimmt. Die Einrichtung verbindet medizinische, therapeutische und pflegerische Leistungen unter einem Dach und ergänzt das Gesundheitszentrum Ettenheim um einen wichtigen Baustein für ältere Menschen. 

Im Austausch mit Pflegekräften, Therapeutinnen und Therapeuten sowie der Vorständin des Paul-Gerhardt-Werkes Frau Boschert wurde deutlich, dass hohe Qualitätsstandards und eine individuelle Versorgung nur mit ausreichend qualifiziertem Personal möglich sind. Gleichzeitig belasten steigende Kosten und unzureichende Refinanzierungsregelungen zunehmend die wirtschaftliche Situation vieler Einrichtungen. 

„Das vom Bundestag beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz sendet ein widersprüchliches Signal: Hohe Qualitätsstandards und gute Arbeitsbedingungen werden erwartet, ihre Finanzierung aber begrenzt. Das gefährdet die wirtschaftliche Stabilität vieler Reha-Einrichtungen und erschwert Investitionen sowie die Gewinnung von Fachkräften“, erklärte Schuch. Die Diakonie fordere daher gemeinsam mit anderen Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege, die Rahmenbedingungen für die medizinische Rehabilitation anzupassen und tarifliche Personalkosten vollständig zu refinanzieren. „Wer Qualität fordert, muss sie auch finanzieren“, sagte Schuch. 

Auch die geplanten Veränderungen im Bereich der Pflege bereiten Sorge. Nach dem aktuellen Referentenentwurf zum Pflegeneuordnungsgesetz könnten tarifliche Personalkosten künftig auch in der Pflege nicht mehr vollständig refinanziert werden. Für gemeinnützige Träger wie das Paul-Gerhardt-Werk hätte dies weitreichende Folgen. „Es drohen wirtschaftliche Schwierigkeiten und Leistungseinschränkungen. Langfristig gefährdet dies Versorgungssicherheit, Pflegequalität und die Gewinnung von Fachkräften“, so Boschert. 

Mit der neuen geriatrischen Rehabilitationsklinik ist das Paul-Gerhardt-Werk Teil des Gesundheitszentrums Ettenheim geworden, das gemeinsam mit dem Ortenau Klinikum entstanden ist. Neben der Rehabilitation umfasst der Standort ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), verschiedene Facharztpraxen, einen Notfallstandort sowie eine Rettungswache. Damit leistet das Paul-Gerhardt-Werk einen wichtigen Beitrag zur wohnortnahen und zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung im südlichen Ortenaukreis. 

Über das Paul-Gerhardt-Werk 

Das Paul-Gerhardt-Werk e. V. ist ein moderner diakonischer Träger mit einem breiten Leistungsspektrum in Pflege, Betreuung und Rehabilitation. Zum Angebot zählen ambulante, teilstationäre und vollstationäre Pflegeleistungen ebenso wie die klinische geriatrische Rehabilitation. Mit seinen Einrichtungen in Offenburg, Ettenheim und Baden-Baden setzt sich das Werk für eine hochwertige und bedarfsgerechte Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen ein. 

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